Seelsorge inmitten urbaner Entwicklung
Wie kann Kirche außerhalb klassischer Gemeindestrukturen aussehen? Ein Spaziergang mit Michael Dieterle durchs Quartier Neckarbogen gibt Einblick.

Sonnenschneisen und Schattenflächen wechseln sich an diesem heißen Augustnachmittag auf den Wegen zwischen den Gebäude-Karrees ab. Die Lichtkontraste akzentuieren die vielfältige Fassadengestaltung der Häuser, ihre Strukturen und Materialien. „Ich finde die Architektur inspirierend“, sagt Michael Dieterle. Er ist für die Seelsorge im Heilbronner Neckarbogen verantwortlich. Bei einem Spaziergang stellt er seine Arbeit und seinen Blick auf das Quartier vor.
Das Stadtquartier Neckarbogen entsteht Bauabschnitt für Bauabschnitt auf einem brach liegenden Areal, auf dem im Jahr 2019 die Bundesgartenschau stattfand. Hier sollen am Ende mehr als 3000 Menschen in einem modernen Umfeld wohnen. Die Entwicklung ist stetig im Gange: „Man sieht, wie an der einen oder anderen Ecke gebaut wird“, sagt Dieterle. Im Vorbeigehen deutet er auf ein neu entstandenes Gebäude-Karree, an dem noch teilweise ein Gerüst ragt. Parallel zum Anwachsen des Quartiers entwickelt sich Dieterles Aufgabe.


